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SIVV-Handbuch
Herausg: Ausbildungsbeirat Verarbeiten von Kunststoffen

Kunststoffe für den Bautenschutz und die Betoninstandsetzung:
Der Baustoff als Werkstoff
Autoren: Rolf P. Gieler, Andrea Dimmig-Osburg

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Herausgeber: BetonMarketing

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Betoninstandsetzung    SIVV

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Klassische Betoninstandsetzung (IV)

  • Spachtel/Feinmörtel aufbringen

Die in der Betoninstandsetzung ĂŒblicherweise verwendeten Spachtelmassen sind ebenfalls wie der PCC kunststoffmodifiziert. Sie werden deshalb auch oft als PCC-Spachtel bezeichnet.

Aufgabe der zementösen Spachtel ist es ausschließlich, die BetonoberflĂ€che zu egalisieren, Lunker und Poren zu schließen und so den Auftrag einer gleichmĂ€ĂŸigen OberflĂ€chenschutzschicht zu ermöglichen. Die Bildung eines "alkalischen Depots" - wie oft behauptet - ist nicht Aufgabe der Spachtelmasse.
Die Spachtelmasse ist Bestandteil des OS-Systems OS 4 (OS C).

Reprofiliertes Silo ohne Spachtelauftrag

Eine HaftbrĂŒcke ist durch die weiche Konsistenz der Spachtelmasse normalerweise nicht erforderlich. Um so wichtiger ist aber das rechtzeitige VornĂ€ssen der Betonunterlage. Die im Regelwerk benutzte Beschreibung "beginnend bei 24 Stunden" besagt, dass das VornĂ€ssen erstmalig 24 Stunden vor AusfĂŒhrung der Spachtelung und falls erforderlich nochmals/mehrmals durchgefĂŒhrt werden muss.   Der Auftrag der Spachtelmasse muss auf die matt-feuchte OberflĂ€che erfolgen.
Zweck des VornĂ€ssens ist die SaugfĂ€higkeit des Untergrundes auf ein Minimum zu reduzieren, damit das Wasser der Spachtelmasse möglichst komplett zur Hydratisierung zur VerfĂŒgung bleibt. Dies beeinflusst die Dichtigkeit und die Festigkeit der Spachtelmasse positiv. Die Kunststoffmodifizierung bewirkt neben der geschmeidigeren Verarbeitung ein gutes WasserrĂŒckhaltevermögen und eine verbesserte Klebefestigkeit. Die Einbaudicke ist abhĂ€ngig vom Zustand der BetonoberflĂ€che, liegt aber in der Regel zwischen 2 und 5 cm.


linkes Bild: Spachtel-Auftrag | Bild Mitte: GlÀtten mit Schwamm | Bild rechts: fertige Spachtelung
Bilder: G.Swatek

Üblicherweise besteht das Auftragen der Spachtelmasse aus drei ArbeitsgĂ€ngen. ZunĂ€chst muss zum Poren- und Lunkerschluss eine Kratzspachtelung ausgefĂŒhrt werden, um danach mit vorgegebener Schichtdicke die OberflĂ€che zu egalisieren. Da dies erfahrungsgemĂ€ĂŸ bei grĂ¶ĂŸeren FlĂ€chen nicht ohne KellenschlĂ€ge auszufĂŒhren ist, muss nach einer Antrockenphase die OberflĂ€che abgerieben und geglĂ€ttet werden. Der richtige Zeitpunkt fĂŒr das GlĂ€tten ist sehr stark abhĂ€ngig von der Außentemperatur und kann im Sommer nach 15 Minuten bereits zu spĂ€t, im Herbst nach 30 Minuten noch zu frĂŒh sein. FĂŒr das Abreiben eignen sich kleinporige SchwĂ€mme, PVC-StĂŒcke oder Ă€hnliches. Hierbei kommt es nur auf das optische Endergebnis an.


linkes Bild: Auftrag mit Quaste | Bild Mitte: erhaltene Brettschalung | Bild rechts: ungenĂŒgender Porenschluss
Bilder: G.Swatek

Bei Spachtelung von z.B. Schalbrettstrukturen mit gut ausgebildeten Graten kann auch zum Auftrag oder auch nur zum Nachreiben eine Quaste verwendet werden.

Die Betonunterlage und die unmittelbar ĂŒberlagernde Luftschicht muss eine Temperatur von mindestend 5°C aufweisen. Die Nachbehandlung ist mit geeigneten Maßnahmen - z.B. WĂ€ssern mittels feindĂŒsiger Spritze (Gardena-Spritze), AbhĂ€ngen mit feuchten TĂŒchern - mindestens 3 Tage durchzufĂŒhren. Wegen möglichen Haftungsproblemen mit dem folgenden OberflĂ€chenschutzsystem sind Nachbehandlungsmittel nicht zugelassen.   


  • Zusammenfassung:   
  • Um eine gleichmĂ€ĂŸige OberflĂ€chenschutzschicht aufbringen zu können, wird eine zementöse Spachtelmasse zum Poren- und Lunkerschluss und zur Egalisierung von Unebenheiten aufgebracht.
  • Der Untergrund ist vor dem Spachteln "beginnend bei 24 Stunden" vorzunĂ€ssen. Der Einbau erfolgt auf die matt-feuchte OberflĂ€che.
  • Die Aufspachtelung erfolgt in der Regel ohne HaftbrĂŒcke. Es sind drei ArbeitsgĂ€nge erforderlich: Kratzspachtelung, Schichtdickenauftrag und das Abreiben.
  • Die Nachbehandlungsdauer betrĂ€gt mindestens 3 Tage. Die Verwendung von Nachbehandlungsmitteln ist nicht erlaubt.

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