Heute: 18.11.2018 - 10.04
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Bücher

Schutz und Instandsetzung von Stahlbeton
7. Ausgabe 2015
Autor:
Manfred Schröder

Schutz und Instandsetzung von Betontragwerken
Autoren:
Michael Raupach
Janette Orlowsky

Betoninstandsetzung
Schadensfeststellung - Instandsetzung
Autor: Sylvia Weber

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G. Swatek

Betoninstandsetzung    SIVV

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Klassische Betoninstandsetzung (III)

  • HaftbrĂŒcke und Reparaturmörtel bzw. Betonersatz einbauen

HaftbrĂŒcke und Reparaturmörtel sind arbeitsmĂ€ĂŸig als eine Einheit anzusehen, da sie unmittelbar hintereinander eingebaut werden mĂŒssen.
Die vorbereiteten AusbrĂŒche mĂŒssen vor dem Einbringen des Reparaturmörtels vorgenĂ€sst werden. Sobald die BetonoberflĂ€che matt-feucht erscheint (beim Überstreichen mit der Hand muss diese trocken bleiben), muss die HaftbrĂŒcke aufgebracht werden.  
Es darf keine zu große FlĂ€che vorgestrichen werden, da der Einbau des PCC-Reparaturmörtels in die noch frische HaftbrĂŒcke erfolgen muss. Die in Verbindung mit PCC eingesetzten zementösen HaftbrĂŒcken haben den Nachteil, dass diese sehr schnell trocknen und damit dann nicht mehr als Bindeglied zwischen Beton und Reparaturmörtel funktionieren.

Auftrag
zementhaltiger
HaftbrĂŒcke

Bilder: G.Swatek

Das MischungsverhĂ€ltnis von zementösen HaftbrĂŒcken ist besonders aus KonsistenzgrĂŒnden exakt einzuhalten. In der Praxis stellt sich oft heraus, dass die HaftbrĂŒcke zu dĂŒnn eingestellt wurde und dann speziell ĂŒber Kopf der Reparaturmörtel nicht haftet.
EpoxidharzhaftbrĂŒcken werden in der Regel zusammen mit PC-Mörteln verwendet, wobei diese auf trockenen Untergrund aufgebracht werden mĂŒssen. Ferner muss dabei das vorgegebene MischungsverhĂ€ltnis von Komponente A und B exakt eingehalten werden.


linkes Bild: Zwangsmischer
rechte Bilder: Doppelwellen
Handmischer

Bilder links u. rechts oben:
G.Swatek
Bild rechts unten:
Firma Atika


Das Mischen von Reparaturmörtel muss mit ganzen Verpackungseinheiten erfolgen. Das Aufteilen der SĂ€cke auf mehrere Mischungen ist nicht erlaubt. Beim Mischvorgang werden ca. 70% des insgesamt benötigten Wassers vorgegeben und danach der komplette Sack der Pulverkomponente eingeschĂŒttet. Zur Konsistenzeinstellung können maximal die verbliebenen 30% Wasser zugegeben werden. Das Mischen muss mit langsam laufendem RĂŒhrwerk (≤ 400 Umdr./Minute) erfolgen. Die laut Produktmerkblatt angegebene Mischdauer und evt. Reifezeit sind einzuhalten.

Beim Einbringen des Reparaturmörtels sollte grundsĂ€tzlich das Vorstreichen der HaftbrĂŒcke und der Einbau des Reparaturmörtels von ein und derselben Person vorgenommen werden. Wenn diese Arbeiten auf zwei Personen aufgeteilt werden, besteht die Gefahr, dass die HaftbrĂŒcke bereits aufgetrocknet ist, bevor der Mörtel eingebaut werden kann.

linkes Bild: PCC-Einbau mit Kelle | Bild Mitte: Einbau mit Handschuh | Bild rechts: fertige Reprofilierung
Bilder: G.Swatek

Üblicherweise wird der Reparaturmörtel mit geeigneter Kelle hohlraumfrei eingedrĂŒckt, kann aber auch bei Verwendung eines geeigneten Handschuhes per Hand eingebracht werden. Anschließend ist die reprofilierte AusbruchflĂ€che abzuziehen und die RĂ€nder von verbliebenen Körnern des Mörtels zu sĂ€ubern. RestrĂŒckstĂ€nde von Reparaturmörtel am Rand der AusbruchflĂ€che fĂŒhren beim Spachtelauftrag zur Riefenbildung.


  • Zusammenfassung:   
  • Der PCC-Reparaturmörtel muss mit ganzen Gebinden (SĂ€cken) angemischt werden
  • Das Mischen erfolgt mit langsam laufenden RĂŒhrwerken (≤ 400 Umdr./Minute)
  • Die zementöse HaftbrĂŒcke wird auf die matt-feuchte Betonunterlage aufgetragen
  • In die noch frische HaftbrĂŒcke wird der Reparaturmörtel hohlraumfrei eingebracht

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