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SIVV-Handbuch
Herausg: Ausbildungsbeirat Verarbeiten von Kunststoffen

Kunststoffe für den Bautenschutz und die Betoninstandsetzung:
Der Baustoff als Werkstoff
Autoren: Rolf P. Gieler, Andrea Dimmig-Osburg

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Herausgeber: BetonMarketing

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Betoninstandsetzung    SIVV

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Betonersatzstoffe (V)

  • PC bw. PRC | Reaktionsharz-Mörtel bzw. -Beton

In der Praxis werden PCs bzw. PRCs nur noch selten in der klassischen korrosionsbedingten Betoninstandsetzung verwendet. Die Anwendung sollte auf FlĂ€chen kleiner 1 m² beschrĂ€nkt werden. Der in der Regel erheblich vom Beton abweichende Ausdehnungskoeffizient des Materials verursacht z.B. bei Sonnenbestrahlung zusĂ€tzliche Spannungen im Instandsetzungssystem. Vorteilhaft ist jedoch die schnellere Belastung der Reparaturstelle, die chemisch höhere Belastbarkeit und das Wegfallen einer Nachbehandlung.

Wenn PC bzw. PRC zur Anwendung kommt, werden normalerweise auch der Korrosionsschutz und die HaftbrĂŒcke auf Reaktionsharzbasis ausgefĂŒhrt. Beim Auftrag des Korrosionsschutzes ist hierbei besonders darauf zu achten, dass die Unterlage nicht eingeschmiert wird, was sonst zu erheblichen Haftungsproblemen fĂŒhren kann.

Die Lieferung von Epoxidharzmaterialien erfolgt in unterschiedlichen verschiedenartigen Verpackungen, wobei die einzelnen Komponenten im erforderlichen MischungsverhĂ€ltnis des Gebindes vorliegen. Üblicherweise ist dabei das GefĂ€ĂŸvolumen der Komponente A so groß bemessen, dass die komplette Komponente B zum Mischen hinzugegeben und vermischt werden kann. FĂŒr das notwendige Umtopfen der Mischung muss zusĂ€tzlich ein der Menge angepasster sauberer BehĂ€lter zur VerfĂŒgung stehen.


Beispiele unterschiedlicher Verpackungen von Epoxidharz Komponenten A + B
Bild links: Komponente B im Trichter der Komponente A
Bild Mitte: Komponente B im unteren BehÀlter, angehÀngt an Komponente A
(Fa. Weber Saint-Gobain)
Bild rechts: Komponente B im Aluminiumbeutel, liegt in der Verpackung A
(Fa. megaplast Bauchemie)

Sofern die Mischung der reaktionsharzgebundenen Materialien nicht durch maschinelle Dosierung vorgenommen wird, dĂŒrfen nur komplette Gebinde gemischt werden. Teilentnahmen der einzelnen Komponenten fĂŒr Mischungen sind nur mittels Waage erlaubt.  

Die Temperatur der Betonunterlage muss beim Auftrag des PCs bzw PRCs mindestens +8°C betragen und mindestens 3K ĂŒber der Taupunkttemperatur liegen.  


  • Zusammenfassung:   
  • PC bzw. PRC wird in der klassischen Betoninstandsetzung nur noch in AusnahmefĂ€llen verwendet. Wenn doch, sollen die FlĂ€chen kleiner 1 m² sein.
  • In der Regel erfolgt die Anlieferung der Komponenten A und B im abgestimmten VerhĂ€ltnis. Nach dem ZusammenschĂŒtten beider Komponenten (meist in Gebinde A) und dem anschließenden Mischen, muss unbedingt umgetopft werden.
  • Die Temperatur des Betonuntergrundes und die Lufttemperatur von mindestens 8°C und mindestens 3 K ĂŒber der Taupunkttemperatur sind zu beachten.

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