Heute: 18.11.2018 - 10.04
Betoninstandsetzung    SIVV

• SIVV:   Schützen - Instandsetzen - Verbinden - Verstärken



Betonersatzstoffe (II)

  • Beton | Beton nach Norm

Beton nach DIN 1045-2 | DIN EN 206-1 ist ein klassischer Betonersatzstoff der lt. Tabelle "Betonersatzstoffe" ab einer Mindestschichtdicke von 5 cm eingebaut werden darf. Es ist darauf zu achten, dass das Größtkorn höchstens 1/3 der Schichtdicke beträgt.
Beton - das gilt auch für Spritzbeton - ist für die statische Mitwirkung als Betonersatz zugelassen, da auch die Anforderungen an das Brandverhalten durch die Norm erfüllt werden.
Beim Einbau von Beton ist auf eine gute Vorbereitung des Untergrundes, auf rechtzeitiges Vornässen und auf den satten Auftrag einer Haftbrücke auf den wiederum oberflächlich abgetrockneten aber noch matt-feuchten Betonuntergrund zu achten. Die Reprofilierung von Reparaturstellen mit diesem Betonersatzstoff kann nur bei waagerechten bzw. leicht geneigten Bodenflächen vorgenommen werden. Beim Vornässen des Untergrundes ist eine Pfützenbildung unbedingt zu vermeiden. Die in der Regel als Haftbrücke eingesetzten Zementhaftschlämmen sind beim Auftrag gut in den Altbeton einzubürsten und der Einbau des Ersatzbetons muss frisch in frisch erfolgen.
Die Nachbehandlung des Reparaturbetons hat nach den erwähnten Normen zu erfolgen.


Bild: Vornässen

Bild: Haftbrücke einbürsten


  • CC | Zementmörtel = NICHT kunststoffmodifizierter Mörtel

Die Kurzbezeichnung CC ist abgeleitet von "Cement Concrete", ohne den Zusatz "P" für "Polymer". Es liegt also ein Zementmörtel ohne Kunststoffmodifizierung vor.
Dieser Betonersatzstoff ist in der DAfStb-Richtlinie, aber nicht in der ZTV-ING geregelt. Letztgenannte lässt den CC folglich auch für ihre Instandsetzungs-
maßnahmen nicht zu.
Die DAfStb-Richtline verlangt, dass dieser im Regelfall werksmäßig hergestellt und lagerungsfähig verpackt wird. Für das Mischen, Verpacken, Liefern und Lagern der Trockenkomponente gilt die DAfStb-Richtlinie "Herstellung und Verwendung von Trockenbeton und Trockenmörtel." Die Schichdicken sind im Bereich von 20 - 40 mm auszuführen.
Zementmörtel wird in der Betoninstandsetzungspraxis kaum verwendet. Er hat gegenüber dem kunststoffmodifizierten Mörtel PCC bzgl. seinen Kennwerten und auch seinen Verarbeitungseigenschaften deutliche Nachteile.


  • Zusammenfassung:   
  • Beton nach Norm kann als Betonersatzstoff ab einer Einbaudicke von 5 cm verwendet werden. Da der Einsatz nur bei horizontalen bzw. schwach geneigten Bodenflächen erfolgen kann, ist die Verwendungsmöglichkeit stark beschränkt.
  • Der Zementmörtel CC ohne Kunststoffmodifizierung ist in der ZTV-ING nicht geregelt. Die Verwendung in der Praxis ist deshalb äußerst selten.

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