Heute: 17.08.2022 - 10.23
Betoninstandsetzung    SIVV

• SIVV:   Schützen - Instandsetzen - Verbinden - Verstärken


Anhang

  • Schichtdicke
  • Schichtdickenbestimmung von Oberflächenschutzschichten
  • Lt. TR-Instandhaltung ist die Funktion und die Dauerhaftigkeit eines Oberflächenschutzsystems abhängig von der Dicke der einzelnen Schichten und dem korrekten Systemaufbaus.
    Eine permanente Überprüfung der letztendlich vom Hersteller in den "Angaben zur Ausführung" vorgegebenen Schichtdicken ist deshalb während der Ausführung zwingend erforderlich. Ein Überschreitung der Maximalschichtdicke kann z.B. die Wasserdampfdiffusionsfähigkeit negativ beeinflussen.
    Bei den aufzutragenden Schichtdicken muss auch die Rauhigkeit des Untergrundes berücksichtigt werden. Während in der DAfStb Rili Zuschläge für jedes OS-System abhängig von der Rautiefe vorgegeben waren (Tabelle ist nicht mehr gültig!), verlangt die TR-Instandhaltung hierzu exakte Angaben vom Hersteller in den "Angaben zur Ausführung".

    Die ZTV-ING schreibt dafür pauschal für alle OS-Systeme 60 μm vor.

    1. Die Ermittlung der Schichtdicke ist während des Einbaus des Materials bei Kenntnis der Materialdichte und des Verbrauchs möglich. Lt. TR-Instandhaltung muss der Hersteller "Werte für den flächenbezogenen Stoffverbrauch" in den "Angaben zur Ausführung" machen.

    2. Ebenso kann die Schichtdicke während des Einbaus über die permanente Messung der Nassschichtdicke ermittelt werden.



    3. An der fertigen Beschichtung läßt sich die Schichtdicke durch Entnahme von Bohrkernen und Ausmessen mittels Schieblehren oder mit dem Keilschnittverfahren ermitteln.
    ( > Paint Borer und Paintxplorer | Erichsen.de)

  • ZTV-ING | 8.4.7  Mindestschichtdicken und

    Schichtdickenzuschläge (OS B bis OS F)

  • 1. Bestimmung der Schichtdicke durch Messung.
    Die Mindestschichtdicke der hwO (hauptsächlich wirksame Oberflächenschutzschicht) muss bei 95 % der Messwerte erreicht werden. 5 % der Messwerte dürfen Minderdicken von bis zu 0,7 der Minimalschichtdicke dmin aufweisen. Die Maximalschichtdicke dmax darf an keiner Stelle überschritten werden.
    2. Bestimmung der Schichtdicke über den Verbrauch.
    Die ermittelte Schichtdicke d darf nicht kleiner als die Sollschichtdicke ds und nicht größer als die Maximalschichtdicke dmax sein. Die Sollschichtdicke ds ergibt sich aus der Summe von Mindestschichtdicke dmin und dem Schichtdickenzuschlag dz. Für dz sind pauschal 60 μm anzusetzen.


  • TR - Instandhaltung Teil 2
    Tabelle: A.1:  Mindestschichtdicken dmin,S
    der hauptsächlich wirksamen Oberflächenschutzschicht (hwO)
    für Oberflächenschutzsysteme.
Oberflächenschutzsystem
( )= Bezeichnung nach ZTV-ING
Mindestschichtdicke
[μm]
[1]Gesamtschichtdicke (inkl. Grundierung und Deckschicht)  
OS 2 (OS B) 80
OS 4 (OS C) 80
OS 5a (OS DII) 3000
OS 5b (OS DI) 2000
OS 8  2500[1]
OS 11a (OS F a) 3000
1500
OS 11b (OS F b) 4000
OS 14 4000
2000

Wenn nicht anders vorgegeben, beziehen sich die Angaben der Mindestschichtdicken immer auf die Trockenschichtdicke.

Für die Anwendung der Schutzsysteme sind besonders die produkt-spezifischen Mindest- und Maximalschichtdicken dmin,P bzw. dmax,P zu beachten, da hiervon die Güte der geforderten Schutzwirkung abhängt. Diese müssen vom Hersteller ebenfalls in den "Angaben zur Ausführung" angegeben werden.

Hält aus Gewohnheit!
Bücher

SIVV-Handbuch
Herausg: Ausbildungsbeirat Verarbeiten von Kunststoffen

Kunststoffe für den Bautenschutz und die Betoninstandsetzung:
Autoren: Rolf P. Gieler,
Andrea Dimmig-Osburg

Rissbildungen im
Stahlbetonbau
Autoren: St. Röhling,
H. Meichsner

Erhaltung von Betonbauwerken
Autoren: M. Raupach,
J. Orlowsky

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aktualisiert: 26.06.2022 | © 2012 - 2022
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